Marienburg - Чапаевка
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Форум » Marienburg » Литература » MEIN HEIMATDORF HAT SICH GEWANDELT (Klemens Eck 7 Januar 1938)
MEIN HEIMATDORF HAT SICH GEWANDELT
WinterДата: Четверг, 31.12.2009, 15:38 | Сообщение # 1
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MEIN HEIMATDORF HAT SICH GEWANDELT

Immer, wenn ich in einer Zeitung vom großartigen Aufstieg des Koilektivwirtsdiaftlichien Dorfes Marienburg lese, oder wenn ich Briefe von meiner Mutter erhalte, in denen vom Aufblühen der Kollektivwirtschaft „Lenins Werk" erzählt wird, kommen mir unwillkürlich die kleinen unansehnlichen Hütten des einst armseligen, elenden Dörfchens am Großen Karaman in Erinnerung. So sah das Dorf in der zaristischen Zeit aus. Vor mir erstehen die Lehmhäuser mit ihren niedrigen Schornsteinen, die grauen schimmligen Wände meines Vaterhauses. Mir haben sich die Schimmelstellen an den Wänden, die armselige Einrichtung des Häuschens, in dem ich meine Kindheit verbrachte, fest im Gedächtnis eingeprägt.

Vater und Mutter haben immer darüber gesprochen, wie schön es wäre, ein besseres und größeres Haus zu haben, wie dann die Kinder leichter und gesunder auferzogen werden könnten. Oft sagte Mutter zum Vater: „Adi, Philipp, ich möchte so gerne ein gemütliches Häuschen haben, wo wir endlich wie Menschen leben könnten. Wie lange wird das noch dauern, bis wir das errecht haben."

Der Vater wies dann die Mutter immer wieder darauf hin, daß es notwendiger sei, jetzt an das Brot zu denken, als an das Häuschen. Sie solle nicht vergessen, daß das Brot bloß bis zu den Feiertagen reiche und dann) der Hunger und das Elend wiederum aufs neue beginne. Wir Kinder — sieben an der Zahl — liefen immer barfuß und fast nackt herum. Im besten Falle hatten wir Kleider aus grobem Sackleinen. Oft hörte ich die Seufzer der Mutter; oft gab es Streit zwischen den Eltern, hervorgerufen durch die ständige Not ..

Und jetzt weiß ich, daß in Marienburg eine ausgezeichnete Kollektivwirtschaft besteht, daß allein 19 Kilogramm Getreide auf jede Arbeitseinheit der Kollektivisten entfallen, daß die Kollektivwirtschaft neue Autos, komplizierte landwirtschaftliche Maschinen, Pferde, Kühe, Schafe und vieles andere angeschafft 'hat. Wenn ich daran denke, sage ich mir: „Ja, Marienburg ist nicht mehr Marienburg. Es ist ein wohlhabendes kollektivwirtschaftliches Marienburg geworden." Und mir fällt wieder ein, daß in der alten zaristischen Zeit jedes Jahr um den 25. Dezember herum der größte Teil der Bewohner von Marienburg kein Brot mehr im Hause hatte und daß ein Viertel der Bauern auswanderte, um sich Brot zu suchen.

Es ist noch nicht sehr lange her, da war meine Mutter bei mir zu Besuch. Sie kam aus Engels, hatte dort Einkäufe gemacht. Ich sah meine Mutter an, und wunderte mich, so verändert hatte sie sich. Sie war jung geworden,man sah ihr die 43 Jahre nicht an. Mutter erzählte, und mir wer alles bald verständlich: unsere Familie ist wohlhabend geworden. Mutter war in der Stadt und hatte auf einmal für über 1000 Rubel eingekauft: Mäntel, Anzüge, Stiefel, Seidenstrümpfe, Mützen, Handschuhe und anderes.
„Ja wir haben ein anderes Leben angefangen", sagte die Mutter. „Das armselige Häuschen ist verschwunden, wir wohnen jetzt so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Und von der Kollektivwirtschaft bekommen wir in diesem Jahre soviel Getreide, wie wir nie besessen haben. Und ebenso geht es den anderen Kollektivbauern..."

Mutter erhielt im Jahre 1937 die zweite staatliche Unterstützung für Kinder nicht reiche Familien in Höhe von 2000 Rubel. In einem herzlichen Brief sprach sie Genossen Stalin und der Sowjetregierung ihren tiefen Dank für die großartige Fürsorge
aus.

Marienburg, das kleine Dörfchen am Großen Karaman ist ein schönes sozialistisches Dorf geworden, Viehfarmen, Traktoren, Combines, Dreschmaschinen sind heute die Kennzeichen des Dorfes. Die Kollektivbauern — die ehemaligen Landarbeiter, Arm und Mittelbauern — sind wohlhabend und glücklich geworden. Sie haben unter der Führung der bolschewistischen Partei und des großen Stalin ein neues Leben errungen.

Klemens Eck.

7 Januar 1938

 
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